Sightseeing in Bangalore

Letztes Wochenende haben wir es geschafft, mehr von Bangalore zu sehen, da uns Petrus diesmal wohlgesonnen war und wir strahlenden Sonnenschein hatten. Seit letztem Wochenende scheint die Monsun Zeit nun auch endgültig vorbei zu sein. Wir haben seit letztem Wochenende keinen Regen mehr gehabt und die Sonne scheint jetzt mehr und mehr ( und ist leider auch ziemlich aggressiv, man hält es kaum aus in der Sonne).

So einen heißen Sonnentag hatten wir dann auch am letzten Samstag und haben uns um 11 Uhr aufgemacht. Mit Merle und Palek im Gepäck, sind wir erst zu einem Tempel gefahren ( Dodda Basavana Gudi, auch „Bull temple“ genannt), da hier ein großer Bulle (Nandi Bull) aus Stein in dem Tempel steht, den die Menschen dann anbeten. Er gilt als treuer Begleiter von Shiva, der eine der bekanntesten der vielen Gottheiten Indiens ist. Es war unser erster Besuch in einem Tempel und war somit ziemlich aufregend für uns. Zum Glück hatten wir Palek dabei, denn sie musste uns erst einmal erklären, wie man sich in einem Tempel verhält und wie das Ganze nun gleich ablaufen würde. Bevor man den Tempel betritt, muss man seine Schuhe ausziehen, denn die Schuhe gelten als schmutzig (übrigens zieht auch jeder Inder seine Schuhe aus, bevor er ein Haus/Wohnung betritt). Dann muss man darauf achten, nur im Uhrzeigersinn durch den Tempel zu gehen, man darf diesen Kreis nicht unterbrechen und andersherum gehen. Man kommt, wenn man auf dem Weg zu der Gottheit ist, an einem Mann vorbei, einem sogenannten „Sikh“, eine Art heiliger, der die Menschen im Tempel segnet. Dieser hält einem auf einem Tablett ein kleines Feuer hin, welches sich die Inder mit den Händen zu der Stirn fächern. Danach drückt der Sikh einem Farbe aus Sandelholz an die Stirn, welche dann den bekannten roten Punkt auf der Stirn ergibt. Durch diesen roten Punkt ist man gesegnet vom Sikh, und er zeigt anderen Indern, dass man im Tempel und bei seinem Gebet war. So ganz haben wir die verschiedenen Farben der Punkte noch nicht durchschaut, da muss ich Palek nochmal genauer fragen. Anschließend standen wir dann vor dem Bullen und danach vor einem kleinen Altar, auf dem sich eine Figur von Shiva befand, und Palek hat nochmal gebetet. Als wir den Tempel verließen, ertönte eine laute Glocke, diese bedeutet, dass man in den nächsten sieben Minuten nur an seine Gottheit denken soll und an nichts anderes.
Viele legen dem Sikh auf sein Tablett auch Geldscheine, aber Palek meinte, dass wir es nicht machen sollten, denn warum muss man Geld bezahlen, um an etwas zu glauben? Recht hat sie. Sie hat uns danach erzählt, dass viele Leute auch Essen mitbringen und es vor den Götter-Altaren ablegen. Sie findet dies überhaupt nicht gut, da das Essen ja dann tagelang herumliegt und gammelt. Und ich dachte in diesem Moment, dass ich es ziemlich schlimm finde, dass die Leute, die sowieso schon Armut erleiden und hungern müssen, ihr weniges Essen das sie haben, vor eine Statue ablegen sollen und es dort schlecht wird und Tiere anlockt, der Müll Krankheiten verursacht etc.
Aber Indien ist ein Land der Gegensätze und Widersprüche, das merkt man hier ziemlich schnell.

Nach dem Tempel Besuch sind wir zu einem alten Palast gefahren “ Tipu Palace“. Tipu war ein indischer Sultan, der im 18. Jahrhundert gegen die Briten für sein Land kämpfte. Leider war er erfolglos, aber die Inder ehren diesen Mann natürlich und haben seinen alten Palast stehen gelassen und ein paar Informationstafeln darin aufgehängt. Viel von einem Palast kann man leider nicht mehr erkennen. Er war sicherlich einmal sehr schön und prunkvoll, aber leider wird hier kein Geld für Restaurationen von Denkmälern ausgegeben und daher sieht der Tempel ziemlich alt und abgenutzt aus, man kann die alten Tapeten nur noch teilweise erahnen. Aber immerhin ist die Form noch erhalten und sieht ganz nett aus.

Anschließend fuhren wir weiter in den Lalbagh Park. Dies ist ein riesengroßer botanischer Garten, der wirklich sehr schön war. Viele schöne, sehr alte Bäume sind dort gepflanzt, ein Rosengarten wurde angelegt, ein großer Fluss ist inmitten des Gartens und es klettern viele kleine Affen um einen herum. Dort sind auch immer mal wieder Ausstellungen, diesmal war eine Bonsai Ausstellung neben dem Park, die wir uns auch angesehen haben. Das Highlight des Gartens waren aber wir Deutschen, da wir alle 5 Minuten von Indern gefragt wurden, ob wir ein Foto zusammen machen können. Wir kamen uns vor wie Stars und die Inder waren wie Paparazzi. Das war schon sehr seltsam.
Leider wurde es um die Mittagszeit unerträglich heiß, sodass wir nach dem spazieren durch den Park alle ganz schön müde und angestrengt waren (mit langer Kleidung bei über 30 Grad schwitzt man halt auch schneller) und schließlich sind wir nach ca. zwei Stunden im Park in ein Restaurant gefahren und haben Mittag gegessen (wir waren bei BBQ Nation, einem Restaurant, bei dem man einen Grill in der Mitte des Tisches hat und die Kellner einem laufend leckeren Gemüse und Fleischspieße auf den Grill legen. Sehr lecker!:) ). Jan und ich waren nach dem Essen so müde, dass wir direkt eingeschlafen sind für 1,5 Stunden. Den Rest des Abends haben wir dann gemütlich ausklingen lassen.

Am Sonntag Morgen waren wir bei einer Pooja ( einer Haus-Einweihung) eines Arbeitskollegen von Jan eingeladen. Diese beginnt um 4 Uhr nachts, das war uns jedoch zu früh und so sind wir um 6.30 dorthin gefahren (was immer noch viel zu früh war!). Es war schon sehr interessant, so etwas ein Mal mitzuerleben. Das Ehepaar, welches in die Wohnung einzog, hatte ihre traditionellen Gewänder an ( sie Saree, er ein traditionelles Gewand) und zunächst wurde die Wohnung ausgeräuchert, um die bösen Geister zu vertreiben. Sie hatten eine kleine Pfanne mit Feuer und sind damit durch die Wohnung gegangen. Danach wurde ein kleiner Altar mit dem Bild von einer indischen Gottheit und vielen Blumen drumherum aufgebaut. Das Ehepaar hat sich davor gesetzt und dann kamen zwei Messdiener oder sowas in der Art und haben 1,5 Stunden (!!) auf Sanskrit irgendwelche Segnungen halb gesungen und gesprochen. Dabei musste der Ehemann fast ununterbrochen Blumen auf Ganeshas Altar werfen, zwischendurch auch Reis etc. Auch Essen wurde wieder davor gestellt und geopfert ( Früchte wie Kokosnüsse, Granatäpfel etc.). Für Jan und mich war das sehr befremdlich und gleichzeitig auch interessant. Aber leider haben wir natürlich kein Wort verstanden.
Danach kam dann der schönere Teil: Essen, natürlich. Was wäre eine Einladung in Indien ohne übertrieben viel Essen?:) Also gab es indisches Frühstück, was ihr auf dem Bild sehen könnt. Einiges davon war sehr lecker, aber natürlich wie immer auch ziemlich scharf oder extrem süß. Etwas neutrales dazwischen gibt es meistens nicht, außer trockenes Naan Brot. Und so früh am Morgen schon so deftig zu essen, zudem noch total scharf, ist nichts für mich. Daher habe ich kaum was gegessen und wurde ständig gefragt, ob es mir nicht schmecken würde oder ich nicht doch noch mehr haben möchte. Die Gastfreundschaft ist wirklich unübertrefflich hier, glaube ich.

Nach der Pooja waren wir einen Saree kaufen, den ich gestern für die Hochzeit angezogen habe. Die Bilder davon werden aber im nächsten Beitrag folgen, in dem wir dann auch ausführlicher von der Hochzeit berichten werden.
Dieser Beitrag ist ja jetzt auch lang genug 🙂 Anbei ein paar Bilder vom Sightseeing und von der Pooja.

 

Bull Temple von Außen
Bull Temple von Außen
Bull temple Eingang
Bull temple Eingang
der Bulle im Bull temple
Gottheiten vor dem Tempel
vor dem Tipu Palace
vorm Tipu Palace
vorm Tipu Palace
mit Palek und Merle vorm Tipu Palace
mit Palek und Merle vorm Tipu Palace
Tipu Palace
Tipu Palace
Überreste der Tapete im Tipu Palace
Überreste der Tapete im Tipu Palace
Lalbagh Park
Lalbagh Park

ein sehr alter Baum
ein sehr alter Baum

müde Gesichter

wir beim fotografiert werden von Indern :D
wir beim fotografiert werden von Indern 😀
indisches Frühstück
indisches Frühstück
Altar bei der Pooja
Altar bei der Pooja

Mateo – nette Jungs aus Dresden

Heute möchte ich ein bisschen von meinen letzten Tagen berichten, denn ich habe von Sonntag bis gestern jeden Tag mit der Band „Mateo“ zutun gehabt, die wir begleitet und sie gleichzeitig auch sehr ins Herz geschlossen haben.

Sonntag Abend war ihr erstes Konzert bei uns im Institut, es war ein öffentliches Konzert und es waren ca. 120 Leute dort, hauptsächliche Erwachsene. Die indische Konzertkultur ist anders als bei uns, während wir deutschen meistens etwas Zeit brauchen, um warm zu werden und mitzutanzen, beginnen die Inder – egal welchen Alters – sofort mitzuschreien und wie verrückt zu tanzen 🙂 Anders als bei uns kennen sie auch Zugaben nicht und der Beifall fällt immer nur sehr kurz aus, obwohl sie von den Akteuren sehr angetan zu sein schienen. So war es sehr merkwürdig, dass direkt nach dem Konzert ein kurzer Applaus von 3-5 Sekunden anhielt und dann abrupt abbrach und die Besucher auch sofort gingen.  Dennoch war ihr Gekreische um einiges lauter, als wir es von Konzerten kennen und die Stimmung war sehr gut.

Die 5 Jungs aus Dresden haben wir dann nach dem Konzert näher kennenlernen dürfen, es wurde ein kleiner Empfang mit Essen für sie bei dem Institutsleiter zuhause vorbereitet, bei dem wir dann auch schnell mit den einzelnen Band Mitgliedern ins Gespräch kamen und merkten, dass alle von ihnen sehr nett und bescheiden sind ( es war ihnen sehr unangenehm, dass extra ein Empfang für sie ausgerichtet wurde). Die Jungs sind alle zwischen 22 und 28 Jahre alt, studieren alle und waren sehr sympathisch. Wir haben uns die letzten 3 Tage dann gut kennengelernt, da die Jungs am Montag ebenfalls ein Konzert nur für Schüler in unserem Institut spielten und wir am Dienstag mit der Band zu einer anderen Schule in Bangalore gefahren sind, wo sie ebenfalls ihr Konzert spielten und einen Workshop für ein paar Schüler durchführten.

Meine beiden Kolleginnen, Merle und Palek, waren sich mit mir einig, dass wir uns wie Groupies vorkamen, da wir jeden Tag das Konzert komplett angesehen haben und teilweise schon die Texte mitsingen konnten. Es war auf jeden Fall eine sehr coole Erfahrung, eine Band begleiten zu dürfen und zu sehen, wie z.B. ein Soundcheck abläuft und wie kaputt die Jungs teilweise nach einem Konzert waren. Ich denke auch für die Jungs ist die Reise super interessant gewesen, da sie erst in Pakistan waren, dort ihre Auftritte hatten und dann nach Indien weitergereist sind. Einige von ihnen klagten über Magenprobleme, von denen Jan und ich zum Glück bisher verschont geblieben sind, aber insgesamt haben sie sehr viel von diesen beiden Ländern mitgenommen und wir konnten uns viel darüber austauschen. Da wir jeden Abend auch zusammen Essen waren, war es jedes Mal ein netter Ausklang des Tages und wir lernten die Jungs auf einer persönlicheren Ebene kennen.

Interessant ist nicht nur für die Jungs, sondern auch für uns, wie wichtig Essen in Indien ist. Es hat einen ganz anderen Stellenwert als bei uns in Deutschland, in dem oftmals nur schnell nebenbei etwas gegessen, und nur noch selten mit der ganzen Familie am Tisch gesessen wird. Hier wird Essen richtig zelebriert und den Gastgebern sowie Restaurantbesitzern oder Kellnern ist es unglaublich wichtig, dich angemessen zu bedienen und dich glücklich zu machen. Für uns ist es teilweise befremdlich, dass in einem guten Restaurant 4 Leute um einen herumstehen, und einem das Wasser nachschenken, sobald es leer wird oder dir dein Essen ständig neu auffüllen. Man denkt sich dann jedes Mal “ das kann ich doch selber machen“, aber für den Service ist es enorm wichtig, dass sie diese Aufgabe erfüllen dürfen und du sie nicht dadurch beleidigst, in dem du den Löffel selber nimmst und dir eigenständig nachfüllst.
Als wir in der Schule waren, wurden uns während wir aßen ständig neue Gerichte gebracht und nachgereicht, es war wirklich übertrieben und wir hätten das niemals alles essen können. Aber die Gastfreundlichkeit ist hier einfach eine andere und es macht die Leute hier glücklich zu sehen, dass du ihr Essen isst und annimmst.
Man gewöhnt sich daran, aber merkwürdig ist es manchmal schon. Aber solange wir nicht noch gefüttert werden, kann man es ja akzeptieren 😀

Zurück zum Thema der Band: Gestern morgen haben wir sie dann zum Flughafen gebracht und sie flogen weiter nach Chennai und anschließend noch nach Trivandrum. Am Sonntag fliegen sie dann zurück nach Deutschland und können sich erstmal von diesen stressigen zwei Wochen erholen.

Wenn ihr auf Rock/Pop mit Jazz Einschlägen steht, dann hört doch einfach mal rein in ihre Musik. Auf Youtube findet ihr z.B. ihr aktuelles Lied “ Alles beim Alten“ wenn ihr unter “ Mateo cafe jazz“ sucht ( sie nannten sich früher cafe jazz).  Wenn ihr die Musik mögt, könnt ihr die Band auch unterstützen, denn sie versuchen über Crowdfunding ein neues Album zu produzieren. Auf ihrer Facebook Seite gibt es einen Link zu dem Crowdfunding Projekt. Wir werden sie auf jeden Fall unterstützen, da wir ihre Musik wirklich gut finden ( vor allem das Saxophon hat es mir angetan, ich muss nächstes Jahr dringend damit anfangen es zu lernen!) und die Jungs einfach mögen.

Damit ihr ein paar visuelle Eindrücke bekommt, sind hier ein paar Fotos von den Konzerten, sowie vom Tag an der Schule und vom Abend mit ihnen.

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Bangalore Palace

Gestern haben wir, nachdem ich von der Arbeit zurück war, eine kleine Sightseeingtour starten wollen. Wir haben mit unserem Fahrer wirklich Glück gehabt, er ist ein richtiger „Guide“ und hat uns vier sehenswerte Orte genannt, wo er uns hinfahren wollte. Leider hat uns aber dann der Regen gegen 16 Uhr einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn alles was wir uns ansehen wollten, war im Freien und der Regen war ziemlich stark, sodass es keinen Spaß gemacht hätte, durch Botanische Gärten etc. zu wandern.

Aber immerhin haben wir uns das Bangalore Palace, den Palast des Maharadschas, ansehen können. Der Maharadscha residiert dort immer noch, allerdings hat er keinen politischen Einfluss mehr. Wir haben uns mit einem deutschen Audioguide den Palast von Innen angesehen, und er war wirklich schön. Das Fotografieren war eigentlich verboten, aber Jan kennt da ja keine Furcht, und hat trotzdem heimlich ein paar Aufnahmen gemacht. Leider ist seine Kamera etwas kaputt, daher sind seine Fotos etwas trübe geworden ( und es liegt nicht an der staubigen Luft hier 😀 ). Aber auch ich habe ein paar Bilder von der Außenansicht des Palastes gemacht, die in besserer Qualität sind.

Nachdem wir im Palast waren, hat unser Fahrer uns bei einem „very old and beautiful cottage“ rausgelassen. Jan und ich wussten gar nicht genau, was das nun sein soll und sind einfach mal hineingegangen. Es stellte sich heraus, dass es ein sehr altes Gebäude war, in dem Designer Stoffe, Saris, Schals, Kleidung, Deko, Teppiche etc. ausgestellt und verkauft wurden. Der nette Verkäufer hat mich gleich zu den Pashmina Schals ( aus Kaschmir oder aus Kaschmir und Seide gefertigte Tücher) geleitet und mir über die beste Qualität dieser Stoffe erzählt. Und ich muss sagen, da waren wirklich sehr schöne Schals, von einfacher bis sehr hoher Qualität und dementsprechend waren auch die Preise angesetzt. Glücklicherweise war Jan so lieb, mir einen Schal zu schenken, der wirklich sehr schön ist. Ich freue mich wirklich sehr darüber :)! Also Mama, falls du uns noch besuchen kommst, fahren wir definitiv nochmal dorthin und du kannst dir einen schönen Schal kaufen. Es waren viele dabei, die du schon gefunden hättest.

Naja, danach fing es dann leider an heftigst zu regnen und der Fahrer bzw. man müsste ihn eigentlich Touristenguide nennen, hat uns dann wieder nachhause gebracht, denn auch er war der Meinung, bei Regen macht das Ganze keinen Sinn. Er hat uns aber schon für die nächsten Wochen genannt, wo er uns überall hinfahren möchte 😀 So brauchen wir uns gar nicht selber zu informieren und uns Ziele herauszusuchen, das macht Devindra (so heißt er)  für uns 🙂

Und hier jetzt noch mal ein paar Bilder vom Palast:

 

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Trautes Heim…

So, hier ein paar Impressionen unserer Wohnung :

Balkon
Balkon
Blick vom Balkon in den Park
Blick vom Balkon in den Park
Gästezimmer 2 - Raum benutzen wir nicht :D
Gästezimmer 2 – Raum benutzen wir nicht 😀

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Wohnzimmer
Wohnzimmer
Esstisch
Esstisch

Küche
Küche
Gästezimmer
Gästezimmer
Gästebad
Gästebad
unser Schlafzimmer
unser Schlafzimmer
unser Bad
unser Bad
Weg von uns in Richtung Hauptstraße
Weg von uns in Richtung Hauptstraße
Blick von unserem Balkon auf die Straße
Blick von unserem Balkon auf die Straße

Erster Tag im Goethe-Institut

Heute hatte ich meinen ersten Arbeitstag im Goethe-Institut. Ich muss schon sagen, es war ziemlich ungewohnt nach so langer Zeit der Abstinenz mal wieder lange arbeiten zu müssen 😀 Aber es war ein wirklich schöner Tag und die Zeit verging wie im Flug, obwohl ich von 10 bis 19.30 Uhr dort war (ich muss aber dazusagen, dass ich die letzten 1,5 Stunden nicht mehr „gearbeitet“ habe, sondern gemalt, siehe das Bild). Momentan ist ziemlich viel los im Institut, am Freitag reist eine Band aus Sachsen an, die sich „Mateo“ nennt und die bei uns und an indischen Schulen mehrmals auftreten wird. Hierfür haben wir viel zu organisieren und vorzubereiten, wie z.B. die Unterkunft der Sänger, die Bewirtung und deren Bespaßung, aber auch den Sound Check etc. koordinieren. Zusätzlich läuft gerade parallel noch ein Wasserprojekt, an dem mehrere Schulen teilgenommen haben, und bei dem ich am Samstag zusammen mit anderen Angestellten des Instituts in der Jury sitze und wir einen Gewinner küren werden.

Es ist also momentan viel organisatorisches zu erledigen, was ich aber gut und interessant finde. Dadurch kann ich auch die Kulturabteilung des Instituts kennenlernen.
Ab nächster Woche fangen aber auch die Sprachkurse wieder an, und ich darf erst dabei hospitieren und nach ein paar Wochen auch selber einen Konversationskurs oder einen unterstützenden Kurs für die DaF Lehrer aus Indien abhalten ( es werden am Goethe-Institut auch indische Lehrer ausgebildet, damit sie deutsch an den indischen Schulen unterrichten können). Das wird sich dann in den nächsten Wochen zeigen.

Meine Kollegen sind alle sehr nett, zurzeit sind vier andere Praktikanten aus Deutschland da ( eine aus Hohenweststedt, die auf der Hela ihr Abi gemacht hat :D, die Welt ist klein; und einer aus Flensburg) und die indischen Kollegen sind auch alle sehr sympathisch.

Am Mittwoch fängt das Diwali ( auch Deepavali) Fest hier an, es ist vergleichbar mit unserem Weihnachtsfest, bis auf die Ausnahme, dass hier auch rumgeböllert wird wie an Silvester ( ich habe schon den Plan mir Dienstag Vorräte zu kaufen und dann bis Samstag nicht mehr vor die Tür zu gehen 😀 ). Das Fest erstreckt sich nämlich über 4 Tage. Die ganze Stadt wird mit Blumen und Lichtern geschmückt, ich bin gespannt. Der Sinn dahinter ist die Vertreibung des Bösen durch das Gute. Außerdem werden an Diwali Süßigkeiten verteilt, meist sehr ausgefallene in hübschen Boxen (siehe Bild). Ein weiterer Teil vom Diwali oder generell der Feste ist das Rangoli – Malen. Die Inder malen an Festtagen schöne bunte Ornamente und andere hübsche Bilder mit sandfarben auf die Straßen und vor ihre Hauseingänge ( die selben Farben, die auch beim Holi Fest benutzt werden). Damit wollen sie ihre Gäste willkommen heißen, die sie während der Festlichkeiten empfangen.

Und jetzt kommt die Verbindung zu mir : Wir haben heute Abend nach Feierabend mit Rucha, einer indischen Kollegin aus dem Institut, ein Rangoli vor das Institut gemalt. Wir waren drei deutsche und sie, und ich muss ehrlich zugeben, dass es ziemlich schwierig war und eigentlich nur Rucha es schön malen konnte ( sie hat die schöne Blume im Kreis gemalt). Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister und wir waren anschließend sehr stolz auf unser Werk 🙂  ( das Symbol ist das Logo des Goethe-Instituts).

Das wars für heute erstmal von mir, zu viele Details meiner Arbeit sind wahrscheinlich nicht für alle das Interessanteste! 🙂

Habt einen schönen Abend in Deutschland!

 

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Die ersten Tage sind vorbei…

Die erste Nacht in der eigenen Wohnung war grausig…Wir konnten fast nicht schlafen, es ist auch nachts hier mindestens 24°C warm, und vor Klimaanlagen hat Rike ja bekanntlich Angst (Das gibt Zug!).
Dazu kamen unendlich viele neue Geräusche, Stimmen, Sirenen die nachts laut aufheulen (Bomben? Feuer? Krieg? Keine Ahnung!).
Zu allem Überfluss ist es auch noch hell, da die Gardinen noch in der Reinigung sind…

Nunja, überstanden haben wir es, die zweite Nacht wird sicher besser!

Als Belohnung haben wir eine indische Pizza gefrühstückt, Rike im Indian-Style, mit Paneer-Käse (Richtig scharf gewürzt 🙂 ). Ich hatte Chicken Masala-Pizza mit Salat und Guacamole (Nagut, wir nennen es mal „Geschmacks-Fusion“).

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Danach sind wir dann durch die Stadt gewandert, zu Fuß unterwegs und erstmal die neue Heimat erkunden.

Es ist verdammt laut, es sind verdammt viele Menschen, Autos, Rickshaws, Two-wheelers unterwegs, da muss man schon aufpassen, dass man nicht unter die Räder kommt…Denn Ampeln sind hier ein Fremdwort, und Zebrastreifen sind scheinbar eine Markierung zum beschleunigen 🙂

Einkaufen war dann auch schon eine ordentliche Herausforderung, wir haben zum Glück einen „Supermarkt“ direkt um die Ecke, da bekommt man alles. Milch haben wir aber 10 Minuten gesucht, bis wir herausgefunden haben, dass sie hier in die in Deutschland bekannten „Mozarella-Verpackungen“ eingepackt wird…Wie machen die das, wenn sie nur einen Schuss Milch in den Kaffee machen? Keine Ahnung…

Der Geheimtipp: Mango-Safran Marmelade…Schmeckt extrem gut  🙂

Jetzt sind wir erschlagen von neuen Eindrücken, ab auf die Couch und einen Film an, kein Bollywood, dafür sind wir noch nicht bereit 🙂

Ein Bier kostet hier ca. 1,30€, gibt es auch nur in Spezialgeschäften, es wird ein hartes halbes Jahr 🙂

Heilige Kühe

Ja, die Geschichten stimmen: es laufen wirklich einfach Kühe auf den Straßen und zwischen den Autos herum. Hier der Beweis:

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Morgen kommt ein längerer Text über unsere ersten zwei Tage. Jetzt ist erstmal Schlafenszeit! Gute Nacht!

Angekommen in Indien

Gestern Nacht sind wir um 1.15 Uhr indischer Zeit hier angekommen. Der Flug war ruhig und entspannt, aber schlafen konnten wir trotzdem nicht wirklich, dafür war’s einfach zu eng und unbequem. Das Essen im Flugzeug war ziemlich lecker, es gab indisch 🙂 um 3.30 Uhr waren wir dann letztlich im Hotel und konnten endlich schlafen. 27 Grad um diese Uhrzeit! Ziemlich warm.
Nun haben wir erstmal bis eben ausgeschlafen und gleich geht es zu Jans Firma und danach endlich in unsere Wohnung 🙂
Fotos werden folgen 😉

Luxuriös auf den Flieger warten

Den ersten Flug von Hamburg nach Frankfurt haben wir gemeistert, der verging ja wie im Flug 😀 und jetzt sitzen wir gechilled in der Business Lounge und hauen uns die Bäuche voll für Lau 🙂 so kann man doch gut in den nächsten Flieger steigen.. In einer Stunde geht es dann los nach Bangalore!

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Die erste Etappe – auf nach HH

Die erste Etappe der Reise beginnt, auf geht’s nach Hamburg. Das Wetter könnte heute nicht ungemütlicher sein, da freut man sich doch wenn es bald ins Warme geht 🙂 Jetzt geht’s erstmal mit gemütlicher Sitzheizung im Mietwagen und 8 Koffern (!!) ins Flughafenhotel und morgen früh um 9 beginnt dann die richtige Reise.
Auf Wiedersehen Kiel! 🙂

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