Gastbeitrag von Jans Papa – sein Besuch in Indien

Anfang Januar besuchte uns Jans Papa für zwei Wochen in Bangalore und er hat die Zeit, die er mit uns verbracht hat, in einem sehr schönen Bericht beschrieben. Aber lest selbst:

Winter: ich bin dann mal weg…

Bitte habt Nachsicht mit mir, dass ich unsere Erlebnisse in Indien nicht so abgeklärt wie die beiden Weltenbummler Rike und Jan darstelle. Vielmehr habe ich mich die 2 Wochen eher wie ein staunendes und manchmal auch nachdenkliches Kind erlebt.

 

Am Dienstag, 06.01 mache ich mich auf den Weg nach Indien. Endlich Rike und Jan wiedersehen und Einblicke in ein fernes Land bekommen, in dem wirklich fast alles anders ist.

Am Mittwochmorgen irgendwann zwischen 3 und 4 Uhr auf dem Bangalore-Airport gelandet und stundenlang die Einreiseprozedur zelebriert, entdeckte ich endlich Jan und seinen Fahrer Devi am Ausgang (ohne Ticket kein Eintritt). Rike ist ja leider mit dem Goethe-Institut unterwegs und wird erst am 10.01. zu uns stoßen.

Als die Tür auf geht, schlägt mir die geballte Hitze des Indischen Winters entgegen – Puh…

Schon die Fahrt in die City ist fremdartig und aufregend und obwohl vom Flug hundemüde, bin ich hellwach. Linksverkehr, Gehupe wie ich es noch nie erlebt habe , alle Arten von Gefährten, die man nicht unbedingt auf deutschen Straßen antrifft.

Bis zur Ankunft in Indira Nagar (der Stadtteil, in dem die beiden wohnen) ist klar: Das werden aufregende 2 Wochen…

 

07.01.15 – Die Wohnung

Wenn man bedenkt, was ich so nachts teilweise auf dem Weg vom Airport so gesehen habe, erscheint Rikes und Jans Wohnung schon eher einer kleinen Residenz zu ähneln. Marmorboden, 3 Badezimmer, Wohnbereich auf einer Empore – nicht schlecht. Mit der Zeit relativiert sich das dann etwas; ein Bad nicht nutzbar, Leitungswasser höchstens für Klospülung und zum Duschen nutzbar, Zähneputzen damit bedenklich etc. Aber nach kurzer Zeit rückt so etwas, was einem in Deutschland sofort zum Anwalt zwecks Mitminderung getrieben hätte, weit in den Hintergrund und wird unwichtig.

Indien ist eben anders…

 

07.01.15 – zum ersten Mal durch Bangalore

Nachdem ein Teil des Schlafdefizites aufgeholt ist (ohne Decke – zu warm) nehmen Jan und ich eine erste Erkundung dieser Indischen „Kleinstadt“ vor.
(man spricht von 13 bis 20 Millionen Einwohnern. Genau weiß das niemand; Einwohnermeldeamt? Fremdwort!) Die Einwohnerzahl soll nach dem Wasserverbrauch hochgerechnet sein. Wenn man bedenkt, dass viele kein fließend Wasser haben…

Indien ist eben anders.

 

Auch die Straßennamen sind anders. Die beiden wohnen z.B. in der 2nd Main Road.
Als Adresse ziemlich ungenau – es gibt deren bestimmt einige Dutzend. Davor die 1st Main Road, dahinter die 3rd Main Road.
Irgendwie logisch, oder?

Die wohl meist befahrene Straße in der Nähe ist die 100ft Road. Ich habe nicht ausgemessen, ob die Breitenangabe stimmt 🙂

 

Da ich mir einige Hemden maßschneidern lassen will, folgen wir dieser 100ft Road ein ganzes Stück zu Fuß. Ein Gewitter von neuen Eindrücken! Als „weißer Riese“ wird man schon angeschaut, manchmal offen angegafft. Inder scheinen keine Distanz zu kennen.

Absätze zwischen Gehsteig und Straße so ab 30 cm (wünsche mir grad Bergschuhe). Gelochte Betonplatten auf oder über die als Trampelpfad getarnten Gehsteige? Darunter sind die Abwasserkanäle. Den Blick als Fußgänger immer nach unten halten – manchmal fehlt ne Platte.

Zebrastreifen über die Straße? Nix für Fußgänger! Sind wohl eher tatsächlich platt gefahrene Zebras. Um die Straße als Fußgänger zu überqueren reicht kein Mut; man braucht schon Tollkühnheit 🙂
Indien ist eben anders. 🙂

Aber nach so zwei Tagen denkt man nicht mehr darüber nach – man tut es einfach.

 

Wir waren dann bei „Raymonds“. Habe 6 Hemden bestellt, die später auch rechtzeitig fertig werden, eine überragende Stoff- und Fertigungsqualität aufweisen und für deutsche Verhältnisse spottbillig sind.

Danach fahren wir in einer Motor-Rikscha zum Essen (später folgt hier ein Video…).

Ich denke, ich sollte noch einen Beitrag über den Verkehr bringen…

Hier gilt ganz besonders: Indien ist eben anders. 🙂

 

Ich glaube, das Restaurant heißt „Toit“. Hier gibt es einen ersten Eindruck davon, was mich essensmäßig hier noch erwartet.

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Kurzes Update – zurück in der Heimat

Wir bekennen uns schuldig: leider haben wir viel zu lange keinen Eintrag mehr geschrieben. Dies lag vor allem an mangelnder Zeit. Aber keine Sorge, auch wenn wir jetzt schon wieder zurück in Deutschland sind, werden weitere Beiträge über die vielen Erlebnisse in Indien noch folgen!

Aber erstmal ein kurzes Update: gestern sind wir wohlbehalten in Deutschland angekommen. Die Kälte hat uns ein wenig geschockt, aber gleichzeitig haben wir auch die unglaubliche Frische der Luft bemerkt, die man wahrscheinlich nur so deutlich bemerkt, wenn man 5 Monate in schlechter und schmutziger Luft gelebt hat. Endlich wieder durchatmen!
Der Flug war relativ entspannt, ein bisschen geruckelt hat es zwar schon, aber selbst ich war ziemlich relaxed. Ich glaube durch das viele Reisen die letzte Monate, habe ich meine Flugangst weitestgehend überwunden :). Wir konnten ein bisschen schlafen, ich habe 3 Filme angefangen zu sehen und kann von keinem sagen, was passiert ist!
In Frankfurt angekommen mussten wir uns ziemlich beeilen, da wir nur 15 Minuten bis zum Boarding für den Flug nach Hamburg hatten. Aber es hat alles geklappt.
In Hamburg haben wir uns in den Mietwagen gesetzt und sind losgedüst Richtung Ahlefeld zu Mama. Wir haben uns beide extrem über die sauberen und heilen Straßen gefreut und einen Zwischenstopp bei einem Bäcker eingelegt, damit ich endlich in mein heiß ersehntes Käsebrötchen beißen konnte. Jan hat dann eine Bockwurst genossen!
Wir freuen uns beide sehr, wieder hier zu sein, nur an die Temperaturen müssen wir uns noch gewöhnen. Aber das wird schon!:)

Die nächsten Einträge werden dann noch für Indien folgen. Also vergesst unsere Seite nicht;)

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