Bannerghatta National Park – Safari inklusive Löwenangriff

Hier sind ein paar Impressionen von unserer Safari, die wir letzten Samstag im Bannerghatta National Park gemacht haben. Dieser Nationalpark ist ca. eine Stunde von unserer Wohnung entfernt und gehört noch zu Bangalore.
Die Safari hat Spaß gemacht und es war toll, Löwen und vor allem weiße Tiger mal von so nah dran zu sehen. Einen Elefanten haben wir auch gesehen, leider jedoch nur aus großer Entfernung. Doch der weiße Tiger war am eindrucksvollsten, ein sehr großes und schönes Tier. Trotzdem hatten wir alle großen Respekt vor den Tieren, vor allem nachdem uns zwei aggressive Löwen angriffen (glücklicherweise saßen wir geschützt im Jeep, sonst wäre das Ganze wohl anders ausgegangen). Sogar der Fahrer unseres Jeeps meinte “ that was a bit dangerous“, und wenn ER das schon sagt, soll das was heißen. Ich glaube wir hatten Glück, dass es nicht 6 oder mehr Löwen waren, die gegen unseren Jeep gesprungen sind, wer weiß, ob der dann stehen geblieben wäre!
Nach der Safari waren wir in einem Schmetterlingshaus, was auch wirklich schön war. Sehr beruhigend, da es schön ruhig war und man kann eine Angst mehr vor wilden Tieren haben musste :). Überall schöne Pflanzen und tausende von Schmetterlingen, die um uns herumschwirrten. Indiens Natur hat auf jeden Fall sehr viele schöne Pflanzen und eindrucksvolle Tiere zu bieten 🙂

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Vorweihnachtszeit in Indien

Zum Thema Weihnachten gibt es hier eigentlich nicht viel zu sagen. Obwohl hier auch einige Christen leben, gibt es so gut wie keine weihnachtliche Dekoration oder irgendwelche Hinweise darauf, dass Weihnachten vor der Tür steht. Das Weihnachtsfeeling bei uns ist daher sehr gering dieses Jahr. Dennoch hatte ich am Sonntag meine Weihnachtsfeier im Institut und da ich diese weitestgehend mit organisiert habe, musste ich auch Dekoration einkaufen und das Institut schmücken. Es gibt hier also tatsächlich kleine Läden, in denen man Weihnachtsdeko kaufen kann. Die Deko hier ist aber tausendmal kitschiger als in Deutschland und daher nicht wirklich schön! Ich habe hier ein paar Eindrücke für euch, vom Deko-Laden, von unserem „wunderschönen“ Weihnachtsbaum aus Plastik im Institut (immerhin versuchen sie es hier, ein wenig Weihnachtsstimmung zu verbreiten) und ein paar Bilder von unserer Weihnachtsfeier. Die Feier war wirklich schön, viele Schüler und Lehrer haben Lieder vorgesungen, Tänze vor- oder Sketche aufgeführt. Auch ich war am Programm beteiligt und habe allen erklärt, was ein Adventskalender ist, da die meisten Leute hier damit nichts anfangen können. Danach habe ich zusammen mit ein paar Schülern deutsche Weihnachtsgedichte vorgelesen, was auch ganz nett war. Papa, ich hätte sehr gerne das Gedicht von Loriot aufgesagt, aber ich glaube nicht jeder hätte  es verstanden 😉
Anschließend gab es ein leckeres Buffet ( bei dem ich Lebkuchen und Plätzchen aus Deutschland gestiftet habe, die waren auch in 5 Minuten aufgegessen!) und ein bisschen DJ Musik und „Disko“ bis halb elf. Alles in allem war es eine Runde Sache. Hier ein paar weihnachtliche Eindrücke:

 

Weihnachtsladen
Weihnachtsfeier & Deko

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Bollywood Dance Performance

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Michael Jackson bei der Weihnachtsfeier :D
Michael Jackson bei der Weihnachtsfeier 😀

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unser Baum im Institut
unser Baum im Institut
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Weihnachtsladen

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Savanadurga- dangerous life

Nachdem wir eine Woche außerhalb von Indien waren – ich in Deutschland und Jan in England und Tschechien – haben wir uns schnell wieder hier eingelebt und sind trotz der schönen Zeit mit den Freunden & der Familie ganz froh, dass wir es hier schön warm haben und nicht frieren müssen. Dennoch war es eine ganz tolle Woche mit euch, ich habe es sehr genossen euch wiederzusehen und die Zeit mit euch zu verbringen!:)

Am ersten Wochenende wieder in Indien hatten wir einiges vor: Am Freitag waren wir mit ACO unterwegs – Teambuilding ( ja, Rike gehört auch zum Team 😛 ) in einem netten Resort im Grünen. Dort konnte man sich mit allerlei Sportarten wie Beachvolleyball, Tennis, Bogen schießen, Schwimmen oder Tischtennis die Zeit vertreiben. Zwischendurch gab es auch leckeres indisches Essen vom Buffet und Jans Team hat auch für flüssiges Vergnügen gesorgt. So waren wir alle gut versorgt und haben den Tag zusammen genossen, es gab sogar eine kleine Wasserrutschen-Landschaft, die alle wieder zu Kindern hat werden lassen. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, auch baden und rutschen zu gehen, aber natürlich nicht im Bikini, wie ich es gerne getan hätte bei der Hitze, sondern in langer Hose und langem T-Shirt. Ich war darin nicht mal exotisch, denn fast alle Mädchen/Frauen sind in normalen langen Klamotten ins Wasser gesprungen, während die Männer mit knappen Badehosen herumliefen. Naja, bald geht es nach Goa und dann kann ich hoffentlich auch endlich mal dem Wetter entsprechend baden gehen;). Wir verbrachten den ganzen Tag im Resort und waren dann erst abends gegen 20 Uhr zuhause.

Am Samstag ging es gleich wieder früh weiter, Bergsteigen war angesagt. Doch zuerst machten wir einen kurzen Stopp bei dem „Big Banyan Tree“, dem viertältesten Baum Indiens, der wirklich sehr beeindruckend war. Dieser Baum hat aus seinen langen Ästen,die bis zum Boden reichen, neue Wurzeln gebildet, die den Ur-Stamm letztlich stützen. Ein wirklich sehr beeindruckender Anblick und ich habe noch nie zuvor so einen Baum gesehen. Ein paar Affen gab es dort natürlich auch wieder zu sehen ( mittlerweile bin ich aber nicht mehr wirklich beeindruckt von Affen, da muss schon was exotischeres kommen). Anschließend fuhren wir weiter zum Savanadurga Berg- das Titelbild von der Blogseite hier oben zeigt diesen Berg, denn Jan war vorher schon ein mal da.  Wir waren im ersten Moment alle etwas geschockt, denn es war kein Berg wie man ihn sich in Deutschland so vorstellt – mit schönen Wanderwegen und einer netten kleinen Hütte mit Restaurant oben auf der Bergspitze – nein, es war ein riesiger Felsen auf dem es keine Wege gab und wir einfach schräg hochklettern mussten! Dementsprechend anstrengend wie auch gefährlich war der Aufstieg auf den 398 Meter hohen Berg, aber die Aussicht hat die Anstrengung dann wieder entschädigt. Insgesamt haben wir 3,5 Stunden zum Rauf- und wieder Herunterkommen gebraucht (30 Min. davon waren eine Pause oben auf dem Berg) und natürlich musste ich auf den letzten Metern unten, wo es wirklich nicht mehr gefährlich war, ausrutschen und umknicken! Glücklicherweise ist nicht viel passiert, mein Knöchel ist ein bisschen dick und blau geworden, aber ich kann ganz normal laufen. Glück im Unglück würde ich sagen.
Hier ein paar Impressionen von diesem anstrengenden, aber schönen Tag:

Der Big Banyan Tree.. ein Baum mit vielen Ästen, die ihn stützen
Der Big Banyan Tree.. ein Baum mit vielen Ästen, die ihn stützen

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Das ist der Berg aus der weiten Ferne..
Das ist der Berg aus der weiten Ferne..
und das von nahe dran, quasi direkt davor
und hier von nah dran, quasi direkt davor

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die Aussicht von ganz oben
die Aussicht von ganz oben
Gebetsalter auf der Bergspitze
Gebetsaltar auf der Bergspitze